Das Theaterensemble der VHS Sachsenwald in ReinbekDSC_0088

Beheimatet an der VHS als VHS-Kurs, zeigte es seine Inszenierungen im Sachsenwald-Forum, im Reinbeker Schloss, auch mal im Augustinum in Aumühle. Seit 3 Jahren arbeitet das Ensemble in der eigenen Studiobühne, dem SPIELRAUM in der VHS. Technisch gut ausgestattet bietet sie ideale Probenbedingungen und auf 170 Plätzen genießen die Zuschauer den Charme einer familiären, sehr auf die Gruppe zugeschnittenen Spielstätte.

Das Ensemble besteht jetzt 28 Jahre, hat noch immer Mitglieder aus der Gründungszeit, vereinigt  Menschen zwischen 17 und über 70, die gern Theater machen wollen. Ja, „machen“, denn es geht nicht nur ums Theaterspielen, sondern auch um alles, was zu einer Theaterproduktion gehört: Technik, Bühne, Kostüm und Bühnenbild, Werbung usw.

Zwei Mal wöchentlich trifft man sich zum Proben, vor Aufführungen natürlich auch so manches Wochenende. Alle darstellerischen und gestalterischen Ideen werden gemeinsam ausdiskutiert und gestaltet, so dass die Aufführungen nicht angeleitetes „Regietheater“ zeigen, sondern wirklich Gemeinschaftsproduktionen. Spielfreude und Lust am gemeinschaftlichen darstellerischen Gestalten halten das Ensemble zusammen und prägen seit 28 Jahren die Produktionen.IMGP3304

Das VHS- Ensemble wagte sich von Beginn an auch an „große“ Stücke und spielte z.B. Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“, Frischs „Die chinesische Mauer“ und „Don Juan oder die Liebe zur Geometrie“, Dürrenmatts „Der Prozess um des Esels Schatten“ oder Jura Soyfers „Der Weltuntergang“ und Jewgeni Schwarz’ Dramatisierung von „Don Quichote“ nach Cervantes. Sogar eine kabarettistische Operette stand mal auf dem Spielplan : Offenbachs „Die schöne Helena“. Es geht immer darum, Theaterprojekte möglichst aussagekräftig und bühnenwirksam umzusetzen und dabei gutes Amateur-Theater zu machen, das durch Spielfreude und Kreativität überzeugt.

Zahlreiche Zuschauer verfolgen seit vielen Jahren, wie sich die Spieler weiterentwickeln, sind treue Zuschauer sowohl bei eher traditionellen Aufführungen wie z.B.  Goldonis „Der Diener zweier Herren“ im Reinbeker Schloss als auch bei der eher experimentellen Umsetzung von Dylan Thomas’ „Unter dem Milchwald“ im Forum. Im SpielRaum, unserer eigenen Bühne, überzeugten zuletzt z.B. Produktionen wie „Einer für Alles“ von A. Ayckbourn und Beaumarchais‘ „Figaros Hochzeit“.

Ein  breites Publikum finden auch die literarisch-musikalischen Programme mit Szenen und Chansons, mit denen das Ensemble dann auch gern im Reinbeker Schloss, in Wentorf bei der Kulturwoche oder in Aumühle im Augustinum auftritt.

Seit 28 Jahren leite ich,  Brigitte Oels, das Ensemble.  Als Theaterwissenschaftlerin liebe ich die Arbeit mit Amateuren besonders  wegen deren Begeisterungsfähigkeit und ihrer Bereitschaft, neben Beruf und Familie noch diese zeitaufwendige und fordernde Arbeit zu leisten, wegen ihrer Begeisterung für alles, was mit Theatermachen zu tun hat, auch wegen des Teamgeistes und des Zusammenhalts in einer heterogenen Gruppe mit Menschen verschiedenen Alters, unterschiedlicher Berufe, unterschiedlicher Begabungen und  Voraussetzungen, die in Freundschaft und gegenseitigem Respekt diese kreativen Prozesse möglich machen.

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So finden die Mitglieder Erfüllung in einem kreativen Hobby und hoffentlich die Zuschauer Anregung und Freude in einer Amateur- Theateraufführung.